Verena Nold im Interview

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Verena Nold im Interview
Anfang 2025 hat prio.swiss – der neue Verband der Krankenversicherer – die Tätigkeit aufgenommen und löst die beiden Verbände curafutura und santésuisse auf politischer Ebene ab. santésuisse positioniert sich neu als Dienstleistungsorganisation der Krankenversicherungsbranche.

Wie geht santésuisse diesen Veränderungsprozess an?

Verena Nold: santésuisse ist es ein wichtiges Anliegen, dass die Branche der Krankenversicherer geeint auftritt. Während der neue Verband prio.swiss die politische Interessensvertretung übernimmt, positionieren wir uns als starke Dienstleisterin mit einem breiten Angebot, von welchem die ganze Branche profitieren kann. Neben den Krankenversicherern gehören dazu auch weitere Sozialversicherer wie zum Beispiel die SUVA sowie die Ausgleichs- und Pensionskassen.

Wo sieht santésuisse die grössten Herausforderungen?

Wichtig ist, dass die Zusammenarbeit zwischen der santésuisse-Gruppe und den Krankenversicherern auf eine solide Basis gestellt werden kann. Im laufenden Transformationsprozess haben wir hier schon wichtige Meilensteine erreicht. So stimmten die Mitglieder von santésuisse an der ausserordentlichen Generalversammlung im Februar einem Vermögensübertragungsvertrag mit prio.swiss sowie einer wichtigen Statutenänderung zu.

Veränderungen eröffnen auch neue Möglichkeiten. Wie schätzt santésuisse diese ein?

Mit der Konzentration auf zentrale Dienstleistungen hat die santésuisse-Gruppe die Möglichkeit, noch viel stärker auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Dieser Kundenfokus ist von zentraler Bedeutung und Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft der santésuisse-Gruppe – sei es in den Bereichen Bildung, Tarifverhandlungen, Digitalisierung oder bei der Bearbeitung komplexer Patientendossiers.

Für kleine und mittelgrosse Krankenversicherer erbringen vor allem die Tochtergesellschaften von santésuisse zentrale Dienstleistungen. Grosse Krankenversicherer erledigen viele Aufgaben eigenständig. Wie schätzt santésuisse die Bedürfnisse ein und wo setzt sie die Schwerpunkte als Dienstleisterin für die Gesamtbranche?

In den letzten Wochen haben wir von unseren Mitgliedern durchwegs positive Signale erhalten. Sie schätzen unsere Dienstleistungen sehr. Das freut mich und zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wo genau wir in Zukunft unsere Schwerpunkte setzen werden, legen wir in den nächsten Monaten gemeinsam mit unseren Mitgliedern fest.

Fest steht: In Zukunft wollen wir noch stärker Kooperationen suchen – so auch mit dem RVK, der eine wichtige Rolle für die kleinen und mittleren Versicherer spielt. Ich bin überzeugt: Mit dem richtigen Dienstleistungsangebot wird es uns gelingen, die Effizienz im Gesundheitswesen zu steigern und den Kostenanstieg zu bremsen. Davon profitieren am Ende des Tages alle Akteure – vor allem die Prämienzahlerinnen und Prämienzahler, die unter einer sehr grossen finanziellen Belastung leiden.

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