Gesund beginnt im Mund

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Gesund beginnt im Mund

Warum Zahnpflege mehr ist als Putzen. Erfahren Sie mehr darüber, wieso Mund- und Zahngesundheit wichtig für Ihre Gesundheit sind.

Ein gesundes Lächeln kann mehr, als nur gut aussehen: Es ist ein Spiegelbild unserer allgemeinen Gesundheit. Denn wie die aktuelle Studie des Bundesamt für Statistik (BFS) «Mund- und Zahngesundheit in der Schweiz» zeigt, hängen Mund- und Zahngesundheit eng mit Herz, Kreislauf und Stoffwechsel zusammen. Wer also auf seine Mundhygiene achtet, schützt auch andere Organe – ein Grund mehr, Prävention grosszuschreiben.

Mund- und Zahngesundheit in der Schweiz

Erfreulich: Die Zahngesundheit in der Schweiz hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert. Immer mehr Menschen pflegen ihre Zähne regelmässig. Während die Zahnarztbesuche zurückgingen, nahmen die Besuche für dentalhygienische Behandlungen 2022 zu – besonders in der Altersgruppe 65 +. Der Trend zeigt: Wer heute vorsorgt, profitiert langfristig. Doch es gibt noch Luft nach oben: Rund jede vierte Person verzichtet weiterhin ganz auf zahnärztliche oder dentalhygienische Leistungen.

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In der Studie wurden deutliche Unterschiede beobachtet. Personen mit tieferem Bildungsniveau oder geringem Einkommen schützen ihre Zahngesundheit häufiger als schlecht ein. Der Verzicht auf Zahnarztbesuche aus finanziellen Gründen betrifft insbesondere vulnerable Gruppen – laut BFS bis zu 30 % in besonders benachteiligten Haushalten.

Wie geht richtige Pflege?

Die moderne Zahnmedizin zeigt: Gesunde Zähne sind kein Zufall, sondern das Ergebnis bewusster Entscheidungen im Alltag. Dabei geht es nicht nur um das klassische Zähneputzen, sondern um ein ganzheitliches Verständnis der Mundgesundheit. Ihr Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin berät Sie gerne zu den für Sie passenden Pflegeprodukten.

Der wichtigste Grundsatz: Fluoridhaltige Zahnpasta reduziert das Kariesrisiko um bis zu 50 %. Nach säurehaltigen Speisen sollte man jedoch 30 Minuten warten mit dem Zähneputzen – sonst könnte der aufgeweichte Zahnschmelz beschädigt werden. Für Kinder unter sechs Jahren gilt: Zweimal täglich mit einer kleinen Menge Kinderzahnpasta (max. 1000 ppm Fluorid) putzen – reiskorngross bis zwei Jahre, danach erbsengross. Immer mit Unterstützung eines Erwachsenen.

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Entscheidend ist auch, was zwischen den Zähnen passiert. Hier entstehen 80 % aller Kariesfälle, denn normale Zahnbürsten erreichen diese Bereiche nicht. Deshalb ist die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen genauso wichtig wie das Putzen selbst.

Moderne Zahnpflege berücksichtigt zudem den gesamten Mundraum: Die Zunge beherbergt Millionen von Bakterien und sollte bei der täglichen Reinigung nicht vergessen werden. Ein einfacher Zungenschaber oder das sanfte Putzen der Zunge (ohne Zahnpasta) mit der Zahnbürste beugt Mundgeruch vor und unterstützt die Mundgesundheit.

Die gute Nachricht: Zahngesundheit muss kein Luxus sein. Diese bewährten Massnahmen kosten wenig und lassen sich mühelos in den Tagesablauf integrieren. Zahnpflege ist eine Investition, die sich Tag für Tag auszahlt – für ein Leben mit Biss und Lebensqualität bis ins hohe Alter.

9 praktische Tipps für gesunde Zähne

Die richtige Putztechnik entwickeln

Bei Handzahnbürsten: sanft kreisende Bewegungen auf Zahnfleischsaum und Zahn. Bei elektrischen Zahnbürsten: am Zahnfleischsaum ansetzen und langsam entlangführen – die Bürste übernimmt die Bewegung. In jedem Fall gilt: mindestens 2 Minuten putzen.

Zweimal täglich putzen

Morgens und abends mit fluoridhaltiger Zahnpasta – das schützt effektiv vor Karies. Nach säurehaltigen Lebensmitteln am besten 30 Minuten warten.

Bürstenwechsel nicht vergessen

Alle sechs bis acht Wochen – oder sofort nach Infekten. Alte Bürsten können Bakterien übertragen.

Zahnzwischenräume nicht vergessen

Hier entstehen 80 % aller Kariesfälle. Täglich mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen reinigen – auch wenn es anfangs ungewohnt ist. Die Investition lohnt sich.

Mundraum ganzheitlich pflegen

Zunge und Wangentaschen beherbergen Millionen von Bakterien. Ein sanfter Zungenschaber oder das Putzen der Zunge mit der Zahnbürste beugen Mundgeruch vor.

Ernährung bewusst gestalten

Weniger Zucker, mehr Kalzium und Vitamin D. Rohes Gemüse und Vollkornprodukte fördern die Speichelproduktion – der natürliche Schutz für die Zähne.

Hilfsmittel sinnvoll wählen

Elektrische Zahnbürsten können die Reinigung erleichtern, sind aber nicht zwingend nötig. Weiche Borsten schonen das Zahnfleisch. Mundspülungen ergänzen die Mundpflege, ersetzen aber nie das Putzen.

Regelmässige Kontrollen einplanen

Ein bis zwei Zahnarztbesuche jährlich ermöglichen die Früherkennung von Problemen. Eine professionelle Zahnreinigung entfernt hartnäckige Beläge und poliert die Oberflächen.

Kostenschutz überdenken

Implantate, Zahnspangen oder umfassende Behandlungen können teuer werden. Eine Zahnzusatzversicherung bietet finanzielle Sicherheit für unerwartete Eingriffe.

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Motivation

Fehlt Ihnen die Motivation zum Zähneputzen?

Putzen Sie die Zähne zu Ihrem Lieblingslied! Die meisten Songs dauern 3–4 Minuten – perfekt für eine gründliche Reinigung. Wer das Zähneputzen mit etwas Positivem verknüpft, bleibt langfristig dabei.

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Zahnzusatzversicherung

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