Aphantasie – wenn die visuelle Vorstellungskraft fehlt

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Aphantasie – wenn die visuelle Vorstellungskraft fehlt
Aphantasie beschreibt den Zustand, wenn das innere Auge verschlossen bleibt. Das Phänomen wurde erstmals 1880 von Francis Galton beschrieben, seither jedoch kaum erforscht.

Menschen mit Aphantasie können sich Dinge nicht bildlich vor dem inneren Auge vorstellen. Nachweisen lässt sich diese Störung anhand der Pupille. Die genauen Ursachen für Aphantasie sind kaum erforscht. Wissenschaftler vermuten jedoch eine Störung bei der Zusammenarbeit unterschiedlicher Gehirn-Areale.

Etwa drei Prozent aller Menschen auf der Welt sollen mit Aphantasie leben. Da der Leidensdruck bei Betroffenen selten hoch ist, gilt sie jedoch nicht als Krankheit.

Aphantasie kann nicht vollständig geheilt werden. Es gibt Trainingsmöglichkeiten, die das Vorstellungsvermögen verstärken sollen. Inwieweit das funktioniert, hängt jedoch von der Ausprägung des Phänomens ab und lässt sich nicht pauschal beantworten.